Besondere Kinder haben besondere Stärken!

Ums Leben dreht es sich diesmal in meiner Themen-Reihe „Leben, Sterben und Tod“. Der Arzt Holm Schneider zeigt, wie wunderbar natürlich und noch gänzlich unverbogen Kinder sind und welche Kraft in einer Behinderung stecken kann.

Warum Vampire nicht gern rennen. Foto: Stachelbart-Verlag
Warum Vampire nicht gern rennen.
Foto: Stachelbart-Verlag

Warum dieser kleine Vampir sich besser langsam bewegt, erfahren wir in der einfühlsamen Fotogeschichte „Warum Vampire nicht gern rennen“ von Holm Schneider.

Flo und Carolin sind zwei besondere Kinder. Flo sieht dem kleinen Vampir ein bischen ähnlich, beißt aber niemanden. Carolin hat ein richtiges Mondgesicht und erkennt in jedem Menschen das Gute. Zusammen erleben sie ein aufregendes Abenteuer, in dem beide ihren Mut beweisen müßen und dabei über sich hinauswachsen.

Holm Schneider erzählt die Geschichte der Beiden spannend und mit klaren leichtverständlichen Worten. Zu jeder Seite Text gesellt sich ein aussagestarkes Foto. Diese Geschichte ist leicht verständlich geschrieben. Mit meinen Kindern habe ich dieses Abenteuer von Flo und Carolin gerne gelesen. Uns hat sie gefallen, weil die einzelnen Kapitel immer einen Lebensabschnitt der beiden beleuchtet haben. So erfuhren wir, wie die beiden sich anfreundeten und haben sie auf ihrem spannenden Abenteuer gerne begleitet.

Mittlerweile haben Flo und Carolin bereits mehrere Abenteuer erlebt. Menschlichkeit, kindliche Gerechtigkeit und die Akzeptanz des „Andersein“ werden in diesen Abenteuer für die kleinen wie großen Leser wunderbar verständlich erzählt. Diese beiden kleinen Helden sind tolle Vorbilder, in denen sich unsere Kinder wiederfinden können. Wir Erwachsene dürfen dabei auch einmal unsere Einstellungen von Gut und Anders überdenken. Die Geschichten sind schon für Kinder ab 4 Jahre gut zu verstehen.

Holm Schneider ist Kinderarzt und Professor am Universitätsklinikum Erlangen. Er setzt sich für mehr Veständnis gegenüber Kindern mit einer Behinderung ein und wurde 2015 für sein besonderes Engagement mit dem Erlanger Inklusionspreis ausgezeichnet.

Im Stachelbart Verlag sind die Abenteuer von Flo und Carolin und auch noch andere Geschichten über Menschen mit einer Beeinträchtigung von Holm Schneider erschienen. Dieser kleine Verlag hat sich das Aufklären über Kinder-Krankheiten und Kinder mit Behinderungen auf die Fahne geschrieben. Jedes Buch ist eine kleine Perle weitab des Mainstreams, denn hier werden noch Lieblingsbücher gedruckt.

Warum Vampire nicht gerne rennen!
Holm Schneider
Stachelbart Verlag

Noch eine kleine Bitte: Bestellen Sie das Buch direkt beim Stachelbart-Verlag, so unterstützen Sie, dass weitere Projekte umgesetzt werden können. Die großen Internet-Bestell-Shops sind für uns als Nutzer sehr bequem, doch bleiben dem Autor/Verlag nur Cent-Beträge als Verdienst.

Ihre
Margarete Rosen

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„Unser aller“ Sandmann ist seit kurzem barrierefrei.

Der Sandmann bringt kleinen Leuten die Gute-Nacht-Geschichten. Foto auf der Webseite
Der Sandmann bringt kleinen Leuten die Gute-Nacht-Geschichten.

Wer kennt ihn nicht, den Sandmann mit seinen Geschichten?

Seit 1957 bringt er die Kinder mit seinem magischen Traumsand ins Bett. Seine Geschichten haben auf der ganzen Welt die Phantasie der Kinder beflügelt.

Mit diesem Lied beginnt noch heute jede Sendung:

„Sandmann, lieber Sandmann, es ist noch nicht so weit.
Wir sehen erst den Abendgruß, bevor jedes Kind ins Bettchen muß.
Du hast bestimmt noch Zeit“

Du kennst das Lied nicht? Dann höre hier einmal hinein: Sandmann-Lied

Nach dem Lied werden kurze Geschichten für kleine Menschen erzählt. Wer erinnert sich noch an „Fuchs und Elster“ oder die Geschichten-Lieder? Die Stimmen hörten sich schon damals so angenehm an, dass meine Schwester und ich, und später meine Kinder, nach der Sendung gerne ins Bett gingen und schnell einschliefen.

Der Sandmann im Trabant 1964
Der Sandmann im Trabant 1964

Während das Lied gespielt wurde, reiste der Sandmann mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen an. Besonders hatte es mir ein Hubschrauber und später dann die Rakete angetan. Doch auch so einfache Transportmittel wie ein Schlitten oder Skier waren dabei.

Zu Beginn wurden die Sendungen noch in schwarz-weiß ausgestrahlt, später dann in Farbe.

Die erste barrierefreie Sendung

Seit April ist der Sandmann sogar barrierefrei. Gehörlose Kinder und Jugendliche werden seine Sendungen mit Gebärdensprache unterlegen. Endlich darf auch unser Sandmännchen Inklusion leben.

Unser Sandmännchen mit Gebärde
Unser Sandmännchen mit Gebärde

Die erste Sendung im TV wurde am

Lola Langohr: Wie alles begann Unser Sandmännchen vom 24.04.2017 mit Gebärdensprache

Darsteller Gebärde: Philipp Hergert

Und ab dem 03.04.2017 sind die Sandmännchen-Folgen im Internet  mit Gebärdensprache unterlegt.

Mein gehörloser Vetter konnte in den 1970ern nur die schönen Bilder-Geschichten verstehen. Gesagtes bekam er nicht mit und so blieben ihm viele Geschichten einfach verschlossen. Wir haben zwar einiges „übersetzen“ können, doch leider nicht alles. Umso mehr freue ich mich, dass ab dem 3. April diese Barriere aufgehoben ist. Und wer eine Sendung verpaßt hat, kann diese in der Mediathek später noch anschauen.

Der rbb bietet die Sandmann-Folgen mit Gebärdensprache über vier Verbreitungswege an:

Der Sandmann im Kosmonautenanzug
Der Sandmann im Kosmonautenanzug
  • Website http://www.sandmann.de
  • Mediatheken von rbb und ARD
  • Sandmann-App für IOS & Android
  • Sandmann-App für HbbTV, Amazon Fire TV und Apple TV

Für alle genannten Ausspielwege – vorerst noch mit Ausnahme der App für IOS & Android – können die Nutzer auch zuschaltbare Untertitel wählen.

Schöne Kindheitserinnerungen!

Der Sandmann im Trabant Kombi
Der Sandmann im Trabant Kombi

Kennt Ihr auch noch den Sandmann – Das Sandmännchen???

Für mich und später für meine Kinder war er jahrelang der Zeitmesser für die Bettzeit.
Bei mir ist er Nostalgie pur und heute noch sehr präsent, auch ohne Fernsehen und Co. Ich sehe das Sandmännchen immer in der roten Jacke und Mütze vor mir. Beim Durchsehen der Fotos ist mir aufgefallen, dass es in den vielen Jahren verschiedenste Kleidungsstücke in den unterschiedlichsten Farben getragen hat.

Woran erinnerst Du Dich? Erzähle es mir.

Deine
Margarete Rosen

Alle Bilder wurden der Webseite des rbb Unser Sandmännchen entnommen.

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Alle reden über Trauer

27.02.2017 – Ein Tag, viele Blogger, viele verschiedene Facetten von Trauer
Bist du dabei? fragt Silke auf ihrem Blog „In lauter Trauer„.

Leben, Sterben und Tod waren 2016 mein Hauptthema auf dem Blog. Trauer gehört natürlich zu diesem Themenreigen und wurde auch immer wieder mit angesprochen. Doch einen eigenen Beitrag hatte das Thema nicht. Durch eine Interview-Partnerin wurde ich auf den Blog „In lauter Trauer“ von Silke aufmerksam. Sie möchte Trauer mehr in den Fokus unserer Gesellschaft rücken. Dieser Herzensangelegenheit gibt sie heute einen Raum.

Ich glaube, der Raum ist viel größer als sie erwartet hat, denn über 70  BloggerInnen, YoutuberInnen und andere Menschen machen heute mit bei: Alle reden über Trauer! Auf Twitter sind unter den Hashtags #Trauer und #alleredenuebertrauer die Beiträge und Kommentare zu finden.

 

Trauer:

Verlust, Angst, Schmerz, Tod und Neuanfang, Neubeginn.
Leere, Fülle, Dasein, Halten, Loslassen, lieben, Sterben.
leben, Leben, Ende, Stop, Hoffnung und Hoffnungslosigkeit.

All dies fiel mir ein als ich über Trauer nachdachte. Zum Leben gehört Sterben und Tod. Dazwischen ist Trauer und vieles mehr.

Oft erlebe ich diese Trauer als körperlichen Schmerz bei Menschen, die eine Therapeutic Touch-Anwendung von mir erhalten. Diesen Schmerz aufzulösen, sachte und sanft kann Raum schaffen, so dass sich Neues formt und sich langsam dieser fast unhaltbare Schmerz in etwas Tragbares verwandelt. Dies geschieht meistens nicht sofort.

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Trauer

… Es braucht Zeit …

Die nötige Akzeptanz auch trauern zu dürfen, in einem geschützen Raum trauern zu können. Und dabei auch zu lachen, schöne Zeiten und normale Zeiten zu haben und sich dann in der Trauer wieder zu erinnern. Den Schmerz des Verlustes, manchmal auch der Schuld, zu spüren und dann langsam ein Stückchen loszulassen, gehen zu lassen.

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Trauer

… Es braucht Zeit …

Raum zu schaffen. Diesen mit Leere füllen. Lassen ohne wollen. Aushalten und ER-tragen. Dann, nach einer Weile schaut man zurück und … findet sich neu. Neues an sich und Neues in seinem Umfeld. Der leere Raum füllt sich, Stück für Stück. Manchmal bleibt ein Platz leer, manchmal wird er neu besetzt, manchmal füllt er sich auf ungeahnte Weise.

Trauer
Trauer

… Es braucht Zeit …

„Jeder trauert auf seine Weise, der eine laut, der andere leise!“ Genauso erlebe ich es auch und hoffe, auch einmal den Platz für meine Trauer zu haben, den ich brauche. Mit Menschen an meiner Seite, die mich aus-halten, stützen und mir meine Leere lassen, bis sie sich – fast wie von alleine – füllt.

Deine
Margarete Rosen

Auf „In lauter Trauer“ findest Du weitere Beiträge zum Thema. Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann teile ihn mit anderen, in dem Du auf die Button unter dem Text klickst.

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Hospizbegleiter betreuen Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke.

Menschen auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten, haben sich die Hospizhelfer auf die Fahne geschrieben. Immer mehr Menschen sind im Alter allein oder können von ihren Familienmitgliedern nicht versorgt werden. Ein würdevolles Begleiten mit Respekt und Andacht ist Aufgabe der „Sterbebegleiter“.

Deshalb freue ich mich besonders, dass die Versmolderin Daniela Schmitten mit einem Interview meinen Themenreigen rund um Leben, Sterben und Tod bereichert. Im Beitrag „Unterwegs als Hospiz-Begleiterin“ hat sie bereits über ihren Alltag auch mit Demenzerkrankten berichtet. Heute beantwortet sie meine Fragen.

Interview mit der Hospiz-Helferin Daniela Schmitten

Mit Frau Schmitten bin ich über eine Internet-Demenzgruppe in Kontakt gekommen. Dort haben wir beide Beiträge zur Demenzarbeit gepostet. Schnell war das Interesse geweckt, sich auszutauschen. Deshalb freue ich mich sehr, dass Frau Schmitten hier meine Fragen beantwortet.

Wie sind Sie zur Hospizarbeit gekommen?

Daniela Schmitten Foto: mit freundlicher Genehmigung von Daniela Schmitten
Daniela Schmitten
Foto: mit freundlicher Genehmigung von Daniela Schmitten

Ich arbeite im Gesundheitswesen und habe auf einer Veranstaltung die Bekanntschaft von einem Ehepaar gemacht, die sich in der Hospizarbeit engagieren. Wir haben uns gleich verstanden und sind heute gut befreundet. Sie erzählten mir, dass es jeden Monat ein Gruppentreffen gibt. Gäste seien immer herzlich willkommen. Einige Zeit später bin ich dort hingegangen, habe dabeigesessen und zugehört. Mir ist sofort die Herzlichkeit und Wärme in dieser Gruppe aufgefallen. Das hatte ich vorher noch nicht so erlebt. Um dort mitarbeiten zu können, musste ich zuerst an einem Hospizhelfer-Lehrgang teilnehmen.

Im Februar 2014 wurde ein neuer Kurs angeboten. Die Inhalte waren sehr vielfältig. Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Phasen eines Sterbeprozesses, die eigene Auseinandersetzung mit Tod und Sterben, Gesprächsführung, Formen der Trauer und Trauerbegleitung, Patientenverfügungen, sowie alles über den Umgang mit Demenz. Zusätzlich bekam ich Sachinformationen zu medizinischen, rechtlichen, pflegerischen und spirituellen Aspekten in der Sterbebegleitung. Dieser Kurs hat mir geholfen, viel über mich selbst herauszufinden. Wertschätzung, Respekt und aktives Zuhören prägen seitdem meinen Umgang mit anderen Menschen.

Was macht eine „Sterbe-Begleiterin“ – Aufgaben – Einsatzort?

Die offizielle Bezeichnung ist „HospizhelferIn“. Nach erfolgreichem Abschluss der Erstausbildung erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat. In Form einer Vereinbarung mit dem Hospizverein wird der Hospizhelfer zum ehrenamtlichen Mitarbeiter. Es gibt mehrere Möglichkeiten der Mitarbeit: Besuchsdienste, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation, Sterbebegleitung, Trauerbegleitung und Unterstützung des Vorstands. Danach gibt es weitere Spezialisierungen, z. B. Demenzbegleiter, Trauerbegleiter, Berater für Patientenverfügungen.

Die Einsatzorte sind entweder im eigenen Zuhause oder in einer Pflegeeinrichtung, je nachdem, wo der erkrankte Mensch wohnt. Wird ein Krankenhausaufenthalt notwendig, wird der Erkrankte auch dort vom Hospizhelfer besucht. Die Hospizgruppe Versmold erhält viele Anfragen. Ein Motto von uns ist „Wir kommen lieber vier Wochen zu früh, als einen Tag zu spät“. Die Koordinatorin führt immer den Erstbesuch durch. Der erkrankte Mensch muss selbst einer Begleitung zustimmen. Zwei Hospizhelfer wechseln sich bei der Betreuung ab und tauschen sich miteinander aus. Manche Begleitungen sind sehr kurz und einige relativ lang.

Was ist Ihnen bei diesen Besuchen am Wichtigsten?

HospizhelferIn: Das letze Stück des Lebens-Weges begleiten.
HospizhelferIn: Das letzte Stück des Lebens-Weges begleiten.

Spontan denke ich „Würde, Respekt, Liebe“. Ich lerne einen Menschen kennen und nehme ihn so wie er ist, wahr. Ich achte und respektiere diesen Menschen. Es ist egal, ob es sich um eine Frau oder um einen Mann handelt. Es sind liebevolle Blicke und Berührungen, ein zartes Streicheln der Hand, des Armes oder nur über die Decke, Aufrichtigkeit und Wahrheit, ein Herausfinden eines gemeinsamen Themas, über das ich sprechen kann, z. B. über den Rosengarten in Bad Rothenfelde.

Mir ist es wichtig, bei dem Menschen zu sein, da wo er sich gerade befindet, für ihn da zu sein, mit ihm über Ängste, Freuden und Sorgen zu sprechen, etwas auszuhalten mit ihm zusammen, vielleicht ein schmerzendes Bein zu massieren.

Ich möchte den Menschen mit meinen Besuchen Freude bereiten, sie aufmuntern, ablenken, über das Alleinsein hinweg helfen, Lustiges erzählen, zum Lachen bringen. Wenn die letzten Stunden beginnen, möchte ich da sein, die Hand halten und dem Menschen mit Gebet und Gesang hinüber begleiten in die andere Welt. Das bedeutet sehr großes Vertrauen des Sterbenden zu mir. Bisher durfte ich das einmal erleben. Dies ist ein sehr heiliger Moment.

Was schätzen Sie an dieser Arbeit?

„Es ist das schönste Ehrenamt der Welt“!

Dieser Satz fällt mir spontan dazu ein. Ein Zitat von Bärbel Pieper, unserer 1. Vorsitzenden der Hospizgruppe in Versmold, die mit Herz, Leib und Seele dabei ist. Ich kann diesen Satz sehr, sehr bestätigen.

Ich kann die Zeit, die ich verschenke, selbst bestimmen. Oft sind es unterschiedliche Tage und Uhrzeiten. Hauptberuflich arbeite ich ganztägig in der Verwaltung der Klinik Münsterland, eine orthopädische Rehaklinik in Bad Rothenfelde. In meiner Freizeit singe ich in einem Chor. Ich mache aktiven Sport und lerne zusätzlich Gitarre. Die Hospizarbeit wird allgemein sehr anerkannt und unterstützt.

Unsere Hospizgruppe ist wie eine große Familie. Es wird sehr herzlich miteinander umgegangen. Jeder ist für den anderen da. Regelmäßig finden Ausflüge, Fortbildungen und Supervisionen statt.

Die Arbeit *schmunzel* – ist für mich keine Arbeit, sondern eher eine liebevolle Zuwendung an fremde Menschen, die mir dann sehr vertraut werden. Der Sinn von Hospiz ist es, ein Sterben zuhause oder wie zu Hause zu ermöglichen. Ich finde es gut, dass die Angehörigen durch unsere Arbeit entlastet werden. Das geht auch über den Tod hinaus. Die Hinterbliebenen werden auf Wunsch von einem Trauerbegleiter der Hospizgruppe besucht. Auch die Teilnahme an regelmäßigen Trauertreffs ist möglich.

Was würden Sie gerne noch zusätzlich leisten?

Das mache ich schon!

Der Wohnbereich des Städtischen Altenheims suchte für einen Ausflug noch freiwillige Helfer. Ich habe mich gemeldet und durfte mich um eine fast blinde Dame kümmern, die sturzgefährdet ist. Der Ausflug hat uns beiden sehr viel Freude bereitet. Die Pflegekräfte konnten sich 1:1 um alle mitgefahrenen Heimbewohner kümmern.

Heute habe ich wieder einen Einsatz. Wir gehen in die evangelische Petrikirche im Ort. Dort wird der heimische Gospelchor ein Konzert geben.

Was geben Sie Menschen mit auf den Weg, die sich für Hospizarbeit interessieren?

Grundsätzlich wäre es gut, wenn sich noch mehr Menschen ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagieren würden.

Sterbebegleitung ist etwas, was jeder kann und jeder wagen sollte.

Es ist egal, welches Alter und welche Profession derjenige hat. Jede Begleitung ist anders und beginnt im Idealfall in der Anfangsphase einer nicht mehr therapierbaren Erkrankung. Einander kennen lernen, Vertrauen aufbauen, Nähe spürbar machen, aktiv zuhören, Zeit haben und Ruhe vermitteln, sind kleine Tipps für den Einstieg. Der zu betreuende Mensch sollte noch geistig fit sein und sprechen können. Je nach Krankheitsstadium ist auch ein Spazierengehen oder Ausfahren im Rollstuhl noch möglich.

Wer sich für das Ehrenamt interessiert, informiert sich am Besten bei der örtlichen Hospizgruppe.

Ich bedanke mich für das ausführliche Interview, liebe Frau Schmitten, und wünsche Ihnen noch viele gute Begleitungen.

Weitere Informationen

Sie möchten mehr über die Aufgaben der HospizhelferInnen erfahren, dann kontaktieren Sie den Hospizverein in Ihrer Nähe. Hier sind die Webseiten der Hospizvereine in Versmold und in Aachen.

Sie sind bereits HospizhelferIn und möchten erfahren wie Therapeutic Touch auf vielfältige Weise in der Hospizarbeit und Palliative Care eingesetzt wird? Wie Pflegende und ehrenamtliche Mitarbeiter diese komplementäre Pflegemethode gezielt einsetzen, um den todkranken Patienten ruhige Momente und Entspannung zu geben, so dass diese gelöster ihre verbleibende Zeit verbringen?

Nehmen Sie an einem der Schnupper-Workshops „Therapeutic Touch in der Hospizarbeit und Palliative Care“ teil. Sie wenden Therapeutic Touch bereits an, dann ist der Beyond the Basics-Kurs „TT und Sterbebegleitung“ etwas für Sie. Aktuelle Termine finden Sie hier.

Konnte ich Sie auf die Arbeit der HospizhelferIn neugierig machen? Dann freue ich mich über Ihren Kommentar.

Ihre
Margarete Rosen

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Themen dieser Ausgabe:

  • Neuerungen zur Bildungsprämie 2017
  • 30.01.2017 Workshop: Therapeutic Touch in der Hospizarbeit und Palliative Care
  • Blogparade: Netzwerken funktioniert mit Schenken um so besser!
  • 25./26.02.2017 Therapeutic Touch Grundkurs
  • Demenz – das Jahresthema
  • Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner in Werne 2017
  • Buch-Rezensionen
  • Neue Preisgestaltung für 2017: Frühbucher und Paketpreis für die Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner

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Schnee-Impression
Schnee-Impression

Wohin Du auch gehst,
gehe mit Deinem ganzen Herzen.

(Konfuzius)

Mit diesem Worten wünsche ich Dir einen wunderbaren Start in dieses spannende Jahr 2017. Viele Veränderungen kündigen sich an. Um sie zum Guten schwingen zu lassen, öffne Dein Herz und sei bewußt.

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Neuerungen zur Bildungsprämie ab 2017

Bildung ist wichtig und wird finanziell gefördert!

Die Regularien zur Beantragung der Bildungsprämie wurden 2017 angepaßt. Verbessert wurde das Informationsangebot. Auf drei Punkte möchte ich besonders hinweisen.

bildungspraemie
Bildungsprämie
  1.  Aktuelle Infografik
  2.  Infos zur Einkommensgrenze für den Prämiengutschein
  3. Rückgabe abgelaufener Prämiengutscheine

Den kompletten Beitrag mit allen Tipps kannst Du hier nachlesen.

Therapeutic Touch-Kurse besuchen und Bildungsprämie nutzen!

Es ist ganz einfach für Therapeutic Touch-Kurse die Bildungsprämie zu nutzen.

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30.01.2017 Workshop: Therapeutic Touch in der Hospizarbeit und Palliative Care

Wir beleuchten Therapeutic Touch und seine vielfältigen Einsatzgebiete in der Hospizarbeit und Palliative Care

Mit dem Herzen durch die Hände berühren Foto: Margarete Rosen
Mit dem Herzen durch die Hände berühren
Foto: Margarete Rosen
  • wie Therapeutic Touch in der Hospizarbeit eingesetzt wird,
  • welche spezielle Technik das Abschiednehmen erleichtern kann,
  • wie Du selbst gut für Dich sorgen kannst, damit die Pflege- und Trauerarbeit keine schweren Spuren hinterläßt.

Termin: Montag, 30.01.2017 von 19.00 – 21.00 Uhr
Ort: Therapeutic Touch West, im Zentrum für Begegnung und Heilung, Oppenhoffallee 97, 52066 Aachen
Kosten: 12 Euro pro Person, einen Teil spende ich zu Gunsten der Hospizarbeit in der Städteregion Aachen.

Dieser Workshop dient als Schnupperkurs für die Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner und dem Beyond the Basics-Seminar „Therapeutic Touch in der Sterbebegleitung„.

Anmeldung erbeten unter: Kontaktformular oder Email: rosen@therapeutic-touch-west.de

Sind in einem Hospiz oder einer  Palliative Care-Einrichtung thematische Workshops als Inhouse-Schulung gewünscht, unterbreite ich gerne ein passendes Angebot.

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"Bei den Wölfen" von Sarah Hall
„Bei den Wölfen“ von Sarah Hall

Blogparade: Netzwerken funktioniert mit Schenken um so besser!

Meine erste selbst ausgerufene Blogparade läuft vom 06.12.2016 bis 06.02.2017. Wie bereichernd Netzwerkarbeit sein kann, soll hier besonders gezeigt werden. Hast Du einen Blog und Erfahrungen mit „Be-Schenken“, also wie Netzwerken ganz unverhofft zu bereichernden Momenten führt? Dann mache bei der Blogparade mit. Als besonderes Bonbon kannst Du sogar ein Buch gewinnen.

Einige Beiträge sind schon eingetroffen. Hier kannst Du sie nachlesen.

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Therapeutic Touch Grundkurs

Dieses Jahr finden in einem zwei monatigen Rythmus Grundkurse statt, so hast Du zum Einen die Möglichkeit in die komplementäre Pflege-Methode Therapeutic Touch hineinzuschnuppern, zum Anderen findest Du so leichter einen passenden Termin, um mit der Ausbildung zum Therapeutic Touch-Practitioner zu beginnen.

Grundkurs – Inhalte:

Vermittlung der Grundtechniken: Erden, Zentrieren, Visualisation
Meditationstechniken, Atem- und Körperübungen
Theorie: Grundlagen und Gesetzmäßigkeiten
Therapeutic Touch Standard-Anwendung
Hausarbeit: 10 Therapeutic Touch Anwendungen protokollieren
Unterricht: 12 Stunden

Termin: 25./26.02.2017
Ort: Aachen/Vaals
Kosten: 230 Euro pro Person

Anmeldung erbeten unter: Kontaktformular oder Email: rosen@therapeutic-touch-west.de

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Jahresthema im Blog: Demenz

Alltagsmenschen Foto: Margarete Rosen
Alltagsmenschen
Foto: Margarete Rosen

Auf meinem Blog dreht sich 2017 alles um das Thema Demenz.

  • Du lernst verschiedene Arbeitshilfen, die den Umgang mit Demenz-Patienten erleichtern, kennen.
  • Du erfährst mehr über die Arbeit einer Hospizhelferin.
  • In einem Tagebuch erzählt eine Enkelin über die Demenz ihrer Großmutter.
  • Diese und andere Beiträge warten auf Dich.

Verpasse keinen davon und abonniere den Blog, so einfach geht es: Deine E-Mail-Adresse rechts ins Feld “Aktuelles per email” eintragen, auf “abonnieren” klicken und … fertig.

Auch biete ich in 2017 verschiedene Kurse und Workshops rund um Demenz an.

Weiterbildungskurs Beyond the Basics: Ruhe und Unruhe: ADHS, Demenz und mehr

Das Angebot wird ständig erweitert. Aktuelle Infos erhälst Du über die Termin-Liste.

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Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner in Werne 2017

Weiße Rosen, Foto: Margarete Rosen
Weiße Rosen, Foto: Margarete Rosen

Durch die Cooperation mit der Heilpraktikerin Heike Boz ist auch 2017 die Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner in Werne möglich.

Für alle Interessierten starten wir im April 2017 mit dem Therapeutic Touch Grundkurs / TT1. Um auszuprobieren, ob Therapeutic Touch das Richtige für Dich ist, ist der Grundkurs zum Hineinschnuppern einfach ideal.

Termine:
08./09.04.2017 Grundkurs / Basic
27./28.05.2017 Aufbaukurs / Intermediate TT2
15./16.07.2017 Fortgeschrittenenkurs / Advanced TT3
Dauer pro Kurs: 2 Tage zu je 12 Stunden
Ort: Werne/NRW

Preise je Modul: 230 €
Frühbucher: bei Buchung bis 4 Monate vor Kursbeginn: 210 €
Ausbildungspaket: Therapeutic Touch Practitioner, TT1 – TT3: 600 €

Mehr Kursinformationen erhalten Sie hier.

Anmeldung über das Anmeldeformular erbeten.

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Buch-Rezensionen

Bestimmt hast Du schon gemerkt, dass die Literatur-Liste immer länger wird. Besonders stolz bin ich darauf, dass AutorInnen und Verlage anfragen, ob ich Interesse an Büchern zu unten stehenden Themen habe. So kann ich Dich immer auf dem Laufenden halten, was gerade in der Buchszene los ist. In meiner Liste wirst Du nur Bücher finden, die mir selbst gefallen. Du hast auch ein gutes Buch zu einem der Themen? Dann freue ich mich über Deine Buchempfehlung.

Bücher, Bücher, Bücher, Foto: Margarete Rosen
Bücher, Bücher, Bücher, Foto: Margarete Rosen

Du findest Bücher zu verschiedenen Themengruppen:

  • Therapeutic Touch
  • Energiemedizin und Energiearbeit
  • Themenreihe: Leben, Sterben und Tod
  • Themenreihe: Demenz
  • Verwandte Themen: Berührung, Krankheit, Glück, Gesundheit etc.
  • Gesellschaftspolitische Themen
  • englische Literatur zu Therapeutic Touch

Hier geht es zur Literatur-Seite, viel Spaß beim Schmökern.

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Neue Preisgestaltung 2017

Im neuen Jahr hast Du verschiedene Möglichkeiten Kurse zu buchen.

Da ich selbst oft schon ein Jahr im Voraus Kursräume buchen muß, und bei Stornierung Kosten von 50 – 80 % der Belegkosten anfallen, bitte ich Dich, die Buchungsbedingungen aus diesem Blickwinkel zu sehen.

Um Preisstabilität und Buchungssicherheit zu gewährleisten, biete ich Dir ab 2017 verschiedene Buchungsmöglichkeiten an:

Preise je Wochenendkurs: 230 €
Frühbucher: bei Buchung bis 4 Monate vor Kursbeginn: 210 €
Ausbildungspaket: Therapeutic Touch Practitioner, TT1 – TT3: 600 €

Das aktuelle Kursangebot kannst Du unter Termine einsehen.

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Dir sende ich winterlich wärmende Momente!

Deine
Margarete Rosen

Gerne kannst Du den Newletter an andere Interessierte schicken. Auch freue ich mich über ein „teilen“ über die Button.

Viele Neuigkeiten ergeben sich oft erst kurzfristig. Möchtest Du darüber auf dem Laufenden sein und direkt über neue Beiträge informiert werden? So geht’s: Deine E-Mail-Adresse rechts ins Feld “Aktuelles per email” eintragen, auf “abonnieren” klicken und … fertig.

In 2017 werde ich meinen Themenreigen rund um Demenz weben. Schon jetzt fallen mir wieder schöne Arbeitshilfen, Bücher und wunderbare Menschen in den Schoß, die mit Herzblut die Arbeit mit Demenzerkrankten leichter machen möchten.

Wenn Liebe zu seinem Nächsten sich mit der Liebe zur Arbeit paart, dann entstehen wunderbare Arbeitsmaterialien.

Die Künstlerin und Keramikmeisterin Christel Lechner schuf Alltagsmenschen, liebenswerte und lebensgroße Figuren aus Beton. Sie zeigen selten gängige Modetrends oder Schönheitsideale. Sie zeigen Menschen in alltäglichen Situationen, eben Alltagsmenschen.

Anja Stroot, Autorin und Fotografin, hat die Skulpturen in bewegenden Fotos eingefangen. Von ihr verfaßte kleine „Vierzeiler“ liefern die Anregung über die Situationen, in denen die Figuren stecken, zu sprechen.

Alltagsmenschen Foto: Margarete Rossen
Alltagsmenschen
Foto: Margarete Rossen

Die ca. DIN A5 großen Hartkarton-Karten sind vorne glänzend, so lassen sich kleine Flecke wieder wegwischen. Auch sind die Karten numeriert, so können Betreuer schnell und klar miteinander kommunizieren.

Die schönen großen Fotos sind zum einen schlicht und klar zum anderen regen sie auch Gespräche über Details an. Die Skulpturen strahlten eine Zufriedenheit und Lust am Leben aus, die mich angenehm berührt.
Kleine Gedichte laden zum Schmunzeln, nachdenken und reden ein.

Auf der Rückseite sind viele Anregungen aufgelistet, wie man diese Karte im Gespräch mit dementen Menschen einsetzen kann.

  • So kann man eine Aktivierungskiste packen und die Gegenstände dann mit den älteren Menschen besprechen.
  • Die dazugehörigen Aktivierungsideen schlagen leichte und durchführbare Tätigkeiten vor.
  • Gesprächsimpulse bieten Anregungen, so können Tipps eingeholt werden, wie sie es früher gemacht haben.
  • Und last but not least gibt es auch noch kleine Gedächtnisübungen.

Ein dursichtiger Kunststoffschuber erleichtert den Transport der Karten.

Alltagsmenschen Foto: Margarete Rosen
Alltagsmenschen
Foto: Margarete Rosen

Neben ihrem Buch „Alltägliches, 5-Minuten-Vorlesegeschichten für Menschen mit Demenz“ stelle ich die Bildkarten „Alltagsmenschen“ in meinen Ergänzungskursen rund um Demenz vor.

Ich freue mich sehr, das Anja Stroot mir diese Bildkarten zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt hat.

Nicht nur in der Arbeit mit Demenzerkrankten sind diese Karten eine tolle Arbeitshilfe. Wir haben die Karten mittlerweile auch als Gesellschaftsspiel entdeckt. Große und Kleine, Alte und Junge spielen mit und so erfahren wir viel übereinander. Was war und wie ist es heute.

Fazit: Diese wunderbar zufriedenen Alltagsmenschen laden förmlich dazu ein ins Gespräch zu kommen.

Alltagsmenschen laden ein
30 Bildkarten zum Erinnern und Sprechen für die Demenzbetreuung
Anja Stroot
Verlag an der Ruhr

Benutzen Sie diese oder ähnliche Karten im Umgang mit Demenzerkrankten? Haben Sie einen besonderen Tipp für den Einsatz für uns? Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Ihre
Margarete Rosen

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Weihnachten ist die Zeit des Schenkens.

Besinnliche Lichter!

Gerade sind die Medien wieder voll mit Dingen, die Mann, Frau und Kind unbedingt benötigen. Dinge, die versprechen ein gutes Gefühl zu verschaffen, Spielspaß verheißen und zeigen sollen wie groß die Liebe für den anderen ist.

Sehr ungerne schlage ich in dieser Zeit die Zeitung auf, schaue Fernsehen oder fahre gar in die Stadt um Geschenke einzukaufen. Alles ist voll, voll mit der Botschaft „KAUFEN, KAUFEN, KAUFEN“.

Kaufen ist nicht gleich Schenken!

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Ein kleines Päckchen!

Gestern wurde mir bei einer Tasse Capuccino bewußt: ich schenke gerne.

Ich kaufe nicht gerne ein, dafür schenke ich um so lieber: Andacht, Zeit, Freude und das Gefühl, dass ich den anderen mag. Dies gelingt mir mit vielen Dingen: Zusammen reden oder spazierengehen. Gemeinsam etwas unternehmen, ein schönes Buch verschenken oder einfach nur da sein, wenn eine Schulter zum Ausweinen benötigt wird.

Überraschungen kommen oft unverhofft!

Kreativ gestaltete Karten von Rita Capitain
Kreativ gestaltete Karten von Rita Capitain

Rückblickend stellte ich fest, dass auch ich 2016 von vielen lieben Menschen beschenkt wurde. Sei es eine Email in dem mir über den Erfolg einer Anwendung berichtet wurde, ein Brief mit lieben Zeilen, ein wunderschön verpacktes Päckchen, ein tiefberührendes Buch, kreative Karten oder …

All diesen wunderbaren Menschen, die sich 2016 die Zeit nahmen an mich zu denken, sage ich DANKE! Danke für Eure Andacht!

Ein schöner Vorsatz für 2017 wäre es andere Menschen mit unerwarteter Aufmerksamkeit zu beschenken. Versuche es auch und berichte mir darüber.

Netzwerken funktioniert mit Schenken umso besser!

Auch Netzwerken ist ein Geben und Nehmen! Noch besser funktioniert Netzwerken mit Schenken, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

Dankeschön!
Dankeschön!

Dies stellte ich beim Schreiben verschiedener Blogartikel fest. Ich wollte über Menschen und ihre speziellen Anliegen berichten. Beim Mailen und Telefonieren lernte ich wunderbare Menschen kennen, die mit Herzblut ihre persönlichen Anliegen in die Welt tragen. Zum Einen wurden mir tiefe Einblicke in die unterschiedlichsten Themen gewährt, zum Anderen habe ich einige gute neue FreundInnen gewonnen.

Auf meine Blogartikel sind wiederum andere aufmerksam geworden und so bekomme ich ein Geschenk nach dem anderen – ganz unerwartet und sehr bereichernd. Ich erhalte Anfragen über Therapeutic Touch zu schreiben, Workshops über Hospizarbeit zu geben, für eine Buchrezension oder eine Webseite wird mir empfohlen.

Diese Art des Netzwerkens empfinde ich als sehr entspannend.

Aufruf zur Blogparade: Netzwerken funktioniert mit Schenken umso besser!

Die vorweihnachtliche Zeit ist oftmals hektisch, deshalb lade ich Dich ein einmal einige Minuten zu entspannen.

Bist Du in den letzten Monaten durch Netzwerkarbeit beschenkt worden oder hast Du durch Deine Netzwerkarbeit jemanden beschenkt? Dann mache bei der Blogparade mit.

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So wird Dein Beitrag für andere ein kleiner Stups Netzwerken mit anderen Augen zu sehen.

"Bei den Wölfen" von Sarah Hall
„Bei den Wölfen“ von Sarah Hall

Die Blogparade läuft vom 06.12.2016 bis zum 06.01.2017, 24.00 Uhr.

Blogparade wird bis 06.02.2017 verlängert!

Da durch die Feiertage viele von Euch doch in den „Erholungs-Modus“ gegangen sind, möchte ich die Blogparade bis zum 06.02.2017 verlängern. Ich hoffe so Euch allen eine breite Pallette von Ideen zukommen zu lassen.

Als Dankeschön verlose ich unter allen TeilnehmerInnen das brandneue Buch „Bei den Wölfen“ von Sarah Hall, erschienen am 26.09.2016. Ich versende auch ins Ausland, Portokosten über 5 Euro sind selbst zu tragen.

Auf Deinen Beitrag bin ich schon ganz gespannt.

Deine
Margarete Rosen

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Und hier ist er, der ERSTE offiziell eingereichte Blogparade-Beitrag. Ich freue mich riesig darüber.

Er ist von der Twitterin (dort als Kommafee unterwegs) und Bloggerin Nicole auf ihrem Blog „Bonn für Alle“ zu lesen. Das besondere an diesem Blog ist, das er in leichter Sprache verfaßt wird. Somit erlaubt er sehr vielen Menschen, tolle Infos über Bonn zu erhalten. Bonn für alle 2016: ein Blick zurück, Teil 2 von  Nicole Poppenhäger

Der folgende Beitrag erzählt über die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Hazienda Arche Noa und den Kindern, die dort trotz Behinderung wunderbare Momente erleben. Geschenke fürs Herz mit dem guten Gefühl, gebraucht zu werden von Gabriele Maria Recker

Holzfiguren – aus heiterem Himmel! Henrike Staudte hat Ihren Beitrag hier im Kommentar und auf Facebook gepostet.

Eine Hommage ans Kartenschreiben ist der nächste Beitrag „Kleine Geste, große Wirkung: Der Mehrwert handgeschriebener Karten“ von Caterina Saccani

Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und wünsche Euch allen noch viele weitere bereichernde und be-schenkende Momente.

Heute habe ich die Gewinnerin des Buches „Bei den Wölfen“ von Sarah Hall gezogen. Die Gewinnerin ist … Trommelwirbel … Caterina Saccani! Ich hoffe, sie hat genauso viel Spaß wie ich beim Lesen.

 

 

Paßt ein Buch über das Dritte Reich in meine Themenreihe „Leben, Sterben und Tod“? Nun, es geht um Euthanasie an Kindern und wie ein Kind diese Zeit als „unwertes Leben“ erlebt und überlebt.

Unwertes Leben – damals wie heute ein hochbrisantes Thema!

Lautlose Stufen von Inge Becher
Lautlose Stufen von Inge Becher

Als Monika Fuchs mich im März fragte, ob ich „Lautlose Stufen“ von Inge Becher lesen und ggf. rezensieren wollte, dachte ich: „Naja, 2. Weltkrieg, Euthanasie, Kinder, das interessiert mich.“ Ich bin selbst das Kind eines Kriegskindes. Was meine Großeltern und meine Mutter über das alltägliche Erleben des Krieges erzählten, hat auch mich geprägt. Angst, Hunger und Verlust geliebter Menschen wurden am Rande ihrer Erzählungen spürbar. Daher war ich neugierig, welche Geschichte ich vorfinden würde. Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich die Autorin Inge Becher um ein Interview gebeten habe.

So wie die Stufen lautlos werden, schleicht sich die Gefahr in das Leben der 10jährigen Hella ein. Über 4 Jahre steigert sich die Kontrolle der Nazis im eigenen Land zu einer totalen und alltäglichen Gefahr. Die 10jährige Hella erkrankt und wird als „unwertes Leben“ eingestuft. Um wieder ein normales Mädel zu sein, meldet sie sich ohne Wissen der Eltern in einer Kinderklinik an. Kann sie doch noch gerettet werden?

In der Geschichte erfahren wir ebenfalls über das Schicksal mehrerer behinderter Kinder, Margaretes hat mich natürlich selbst sehr betroffen gemacht.

Vieles wußte ich schon über Euthanasie im 3. Reich. Meine Großmutter erzählte mir, dass behinderte und homosexuelle Menschen in die Schweiz flüchteten und so den Krieg überlebten. Und doch konnte mich die Autorin mit neuen Informationen überraschen.

Inge Becher schreibt in einem für 10 – 14jährige gut zu verstehenden und klaren Stil. Die am Beginn jeden Kapitels stehenden Informationen über die Nazizeit sind ohne Wertung – klar und deutlich. Ich merkte beim Lesen mit wieviel Andacht und Liebe Inge Becher Fakten zusammengetragen und diese Geschichte geschrieben hat.

Interview mit Inge Becher

Ich habe mit der Historikerin Inge Becher gesprochen, eine faszinierende Person, die viel Wissenswertes zu erzählen hat. Sie arbeitet in einem Museum in Georgsmarienhütte und erzählt dort Kindern und Jugendlichen in Geschichten verpackte Geschichte.

Autorin Inge Becher, Foto: Inge Becher
Autorin Inge Becher, Foto: Inge Becher

Welche Motivation hatten Sie persönlich und beruflich gerade dieses Kinderbuch zu schreiben?
Das Thema NS- Zeit ist heute Standardthema im Unterricht. Zum Glück, da wird nichts mehr verdrängt oder beschönigt. Kinder sollen aber nicht nur Jahreszahlen lernen und sich theoretisch mit dem Dritten Reich auseinandersetzen, sondern auch an Einzelschicksalen nachvollziehen, was Krieg und Diktatur bedeuten. Ich wollte vor allem ein Buch schreiben, dass auf eine spannende Art und Weise Unterrichtsstoff vermittelt.

Das Buch entstand aus der Ausstellung „70 Jahre danach“. Wie kann ich mir dies vorstellen?
Das Projekt wurde 2015 vom Anne Frank Zentrum in Berlin initiiert und die Stadt Georgsmarienhütte durfte als eine von acht Städten am Gesamtprojekt teilnehmen. Mit zwei Schulklassen aus zwei unterschiedlichen Schulformen und zwei unterschiedlichen Jahrgängen haben wir Seniorinnen und Senioren, die die NS- Zeit noch selbst miterlebt haben, nach ihren Erlebnissen aus der Zeit befragt. Das waren intensive Begegnungen für die jungen und die alten Menschen.

Die heute Alten erzählen von einer Zeit 60 – 70 Jahre zurück. Da waren sie selbst noch Kinder. Wie sind dann deren Erzählungen gefärbt? Aus welchem Blickwinkel erzählen sie?
Unsere Interviewpartner haben vor allem aus ihrer Kindheit erzählt. Da wurde uns allen noch einmal deutlich, was Diktatur und Krieg für Kinder bedeuten. Wenn ein sechsjähriges Kind dafür bestraft wird, weil es den Arm beim Hitlergruß nicht hoch genug gehalten hat, das geht einem beim Zuhören nahe. Da wird einem bewusst, dass Kinder in so einer Zeit immer Opfer sind.

Die Geschichte handelt auch von Vertrauen und Verrat, von Lügen und Ehrlichkeit, die den Tod bedeuten kann. Warum sind Ihnen diese Themen in Ihrem Buch so wichtig?
Es sind Themen, die Kinder und Jugendliche auch heute noch beschäftigen. Wem kann ich trauen, wer nutzt mich aus, wer will mir Böses? Ich will aber auch zeigen, dass Vertrauen sich oft lohnt. Es ist mir aber vor allem ein Anliegen, Kindern und Jugendlichen deutlich zu machen, dass es einfache Antworten auf komplexe Lebensfragen nicht gibt.

Euthanasie ist so schon ein heikles Thema. Warum erzählen Sie gerade über Euthanasie an kranken Kindern?

Stolpersteine auf der Maastrichterlaan in Vaals
Stolpersteine auf der Maastrichterlaan in Vaals

Im Jahr 2014 haben wir in Georgsmarienhütte einen Stolperstein für ein dreieinhalbjähriges Mädchen verlegt. Sie wurde gesund geboren und bekam zehn Tage nach ihrer Geburt Krämpfe. Sie wurde von Klinik zu Klinik weitergereicht, bis sie schließlich in Lüneburg ermordet wurde. Dieses Schicksal ist vielen Menschen hier in Georgsmarienhütte nahe gegangen. Von den Geschwistern lebte nur noch ein Schwester, die völlig überrascht war, dass man ihrer kleinen Schwester so etwas angetan hat. Sie erzählte uns viel über die Kleine und aus jedem ihrer Worte wurde deutlich, wie sehr sie auch heute noch um diesen kleinen Menschen trauert. Ich wollte diesem kleinen Mädchen und den vielen anderen Kindern, die damals ermordet wurden, ein kleines Stück ihrer Würde wiedergeben.

Wie wurden Menschen von den Nazis als „unwertes Leben“ eingestuft?
Ein Kind galt bei den Nazis vor allem dann als „lebensunwert“, wenn keinerlei Aussicht auf Besserung bestand und weitere Kosten durch die Krankheit verursacht würden. Im Fall der Hella ist es aber auch ganz offensichtlich so gewesen, dass die Nazis über die Krankheit der Tochter versucht haben den Eltern, die dem Regime kritisch gegenüberstanden, zu schaden.

Das Buch ist noch ganz frisch aus der Druckerpresse und erst seit 03/2016 im Handel. Die Geschichte spielt 70 Jahre zurück. Wenn ich mir die Nachrichten der letzen Monate anschaue bekommt das Thema eine super aktuelle Brisanz. Was ist Ihre Botschaft an die Kinder und vielleicht auch an die mitlesenden Erwachsenen?
Ausgrenzung ist ein wichtiges Thema in dem Buch. Kinder und Jungendliche können in der Schule viel dazu beitragen, dass ein Kind, das noch nicht perfekt deutsch kann oder im Rollstuhl sitzt, nicht ausgegrenzt wird. Erwachsene müssen es aber vorleben.

Liebe Frau Becher, ich kann mir vorsstellen, dass Sie auch negative Rückmeldungen zum Buch erhalten. Möchten Sie die eine oder andere Äußerung nennen?
Ich habe nur von einem Elternpaar negative Rückmeldungen bekommen. Das hatte sich bei mir beklagt, dass ihre Kinder sich in der Schule so viel mit dem Dritten Reich beschäftigen müssen und gar nichts „Schönes“ mehr lernen. Angesicht rechtsradikaler Tendenzen in unserer Gesellschaft halte ich das aber für eine fragwürdige Einstellung.

Ich danke Frau Becher für das hochinteressante Interview.

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Zeitgeschichte spannend erzählen!

Lautlose Stufen“ ist hervorragend für den Deutsch- und Geschichtsunterricht geeignet. Ich kann es LehrerInnen nur ans Herz legen. Ihre SchülerInnen werden diese Geschichte verschlingen und dann ganz viele Fragen haben.

Mein Tipp für Eltern: Lesen Sie mit Ihrem Kind das Buch zusammen, damit die aufkommenden Fragen auch direkt beantwortet werden können.

Ein ruhiges, sachliches und neutral geschriebenes Buch, für die Zielgruppe ideal. Faszinierend wie dieses kleine feine Taschenbuch Zeitgeschichte auf 100 Seiten spannend und informativ erzählt.

Ich danke Monika Fuchs vom „Die Bücherfüxin“-Verlag für das Angebot, dieses Buch zu lesen. Es hat sich gelohnt!

Lautlose Stufen
Inge Becher
Verlag Monika Fuchs
Erscheinungsdatum Erstausgabe : 17.03.2016
ISBN: 9783940078391
Flexibler Einband 100 Seiten
Preis: 8,95 Euro

Noch eine kleine Bitte: Bestellen Sie das Buch direkt beim Verlag Monika Fuchs, so unterstützen Sie, dass weitere Projekte umgesetzt werden können. Die großen Internet-Bestell-Shops sind für uns als Nutzer sehr bequem, doch bleiben dem Autor/Verlag nur Cent-Beträge als Verdienst.

Haben Sie auch einen Buch-Tipp für mich zum Thema? Teilen Sie mir diesen und gerne auch Ihre Meinung zum Beitrag mit. Ich freue mich auf Ihren Kommentar.

Ihre
Margarete Rosen

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Als ich die Vorankündigungen zu diesem Buch las und die Zeichnungen sah, wußte ich, dass ich dieses Buch lesen mußte. Gerne stelle ich es als aktuellen Beitrag in meiner Reihe „Leben, Sterben und Tod“ vor. Caroline Walker-Miano kenne ich schon einige Jahre. Ihr Buch „Franz-Josef und Adelgunde“ habe ich ebenfalls in dieser Reihe vorgestellt.

Nicht nur alte Männer haben keine Haare!

Lange Zeit dachte Giancarlo: nur alte Männer haben keine Haare. Doch dann erkrankte er an Krebs. Seinen Weg in dieKrankheit und aus ihr heraus hat er mit vielen Zeichnungen dokumentiert. Sie halfen ihm seine Krebserkrankung, dem Verlust der Haare und die Schmerzen in der Therapie zu verarbeiten.

Giancarlo Miano ist der Neffe von Caroline Walker-Miano. Zusammen haben sie „Wenn ich keine Haare habe, trage ich eine Mütze“ als Mutmacher für Teenager, die an Krebs erkranken, geschrieben. Denn Teenager gehen anders als kleine Kinder mit der Diagnose Krebs um.

Comicartige Zeichnungen, in denen Giancarlo seine Stimmungen eingefangen hat, werden durch kurze Texte, knapp und präzise, begleitet. Die Geschichte wird in der ICH-Form erzählt, dadurch berühren die Texte besonders. Das wunderbare Vorwort wurde von Giancarlos Mutter geschrieben.

Interview mit Caroline Walker-Miano

Caroline Walker-Miano Foto:
Caroline Walker-Miano

Sie hatten einen ganz speziellen Anlass ein Buch über einen an Krebs erkrankten Jugendlichen zu schreiben.
Dieses Buch entstand, als Giancarlo das Patenkind meines Mannes, mein Neffe mit 15 Jahren an einem Chondrosarkom erkrankte. Da es im Wallis keine Kinderonkologische Abteilung in den Spitälern gibt, wurde die Therapie von Giancarlo in Bern im Inselspital durchgeführt. Während der Zeiten der Hospitalisation, wollte er nicht alleine in Bern bleiben. Damit seine Mutter zwischendurch auch einmal zu Hause in Visp schlafen konnte und sich um den jüngeren Bruder und ihren Mann kümmern und sich ein wenig erholen konnte, bin ich manchmal nach Bern gereist und habe dort bei ihm im Spital geschlafen.

Wie haben sie die Aufenthalte im Spital empfunden?
Die kinderonkologische Abteilung im Inselspital Bern ist in meinen Augen, eine wunderbare Abteilung, mit Menschen welche sehr empathisch sind und wirklich gut auf die Bedürfnisse der Kinder und deren Angehörigen eingehen. So bieten sie unter anderem auch viel Kreativarbeit an. Giancarlo hat immer schon gerne gezeichnet, dies ist neben Geige spielen und Karate eines seiner wichtigsten Hobbys.

Was gab den Ausschlag ein Buch mit Bildern von Giancarlo zu gestalten?
Als es ihm wegen der Chemotherapie bedingten Symptomen wie Übelkeit, Sensitivitätsstörungen an den Fingern, Schwäche usw. nicht mehr möglich war, mit Ton und anderen Bastelmaterialen zu arbeiten, hat ihn dies schon sehr frustriert. Eines Nachts, als mal wieder an Schlaf nicht zu denken war, habe ich ihn gefragt, ob er nicht ein Buch schaffen möchte, um das Alles zu verarbeiten. Er war nicht gerade „blendender“ Laune und erklärte mir, dass er ja gar nicht gut schreiben könnte. Ich hab ihm dann angeboten, dass ich die Geschichte schreibe und er die Zeichnungen dazu machen könne. Darauf konnte er sich einlassen. Am Anfang stand einfach nur die Verarbeitung dieses schwierigen Lebensabschnittes.

Aus: Wenn ich keine Haare habe, trage ich eine Mütze von Caroline Walker Miano
Aus: Wenn ich keine Haare habe, trage ich eine Mütze von Caroline Walker Miano

Vom Gedanken bis zur Fertigstellung des Buches hat es ja einige Zeit gedauert.
Alles in Allem hat es fast 1 ½ Jahre gedauert, bis er die Illustrationen zum Text fertig hatte. Die Bilder sind wirklich sehr aussagekräftig. Giancarlo ist, auch wenn er es nicht zugeben würde, sehr stolz darauf. Als wir dann so das fertige Skript vor uns hatten, fragte er mich, ob man das nicht auch drucken lassen könnte, wie „Franz-Josef und Adelgunda“.

Das Buch letztendlich drucken zu lassen, bedurfte ja noch einiger Kraftansprengungen. Wie war es möglich?
Wir haben das Manuskript an den Verlag geschickt und nach dem ok, galt es Sponsoren zu suchen. Hier in der Schweiz gibt es eine Stiftung, welche kranken Kindern und deren Familien Wünsche erfüllt. Die Stiftung heisst „Stiftung Kinderhilfe Sternschnuppe“ und ist auf Giancarlo und seine Familie zu gekommen, um ihnen z. B. ein Wochenende im Disneyland Paris zu ermöglichen. Ich habe mit Frau Wohlgemuth von der Stiftung Kontakt aufgenommen, da Giancarlos Hrzenswunsch der Druck des Buches ist. Frau Wohlgemuth, war am Anfang etwas skeptisch. Giancarlo hat daraufhin einen Brief geschrieben und seinen Wunsch formuliert und danach hat sich diese wunderbare Stiftung bereit erklärt, das Buchprojekt finanziell zu unterstützen. Giancarlo hat auch in seinem Karateklub, in seiner Familie und bei diversen Kleinunternehmen in der Region um Unterstützung angefragt und auch grosszügig erhalten.
Da ich von meiner Arbeit her im Oberwalliser Netzwerk Palliative Care sehr verknüpft bin, habe ich noch bei der Walliser Krebsliga an die Türe geklopft und auch von dieser Seite, wurde das Projekt sehr grosszügig finanziell unterstützt.
Die Mutter von Giancarlo hat dann noch ein wunderbares Vorwort geschrieben und so kam der Stein ins Rollen und das Buch konnte realisiert werden.

Wenn ich keine Haare habe, trage ich ein Mütze von Caroline Walker-Miano
Wenn ich keine Haare habe, trage ich ein Mütze von Caroline Walker-Miano

In der Zeit der Therapie ging es Giancarlo an manchen Tagen so schlecht, dass er lieber sterben wollte. Er hat seiner Mutter auch das Versprechen abgerungen, dass er nie mehr eine Chemotherapie machen muss. Es gab Tage an welchen wir viel gelacht haben und rumgealbert haben. Seine Freunde, Familie und vor allem sein Bruder haben ihm in dieser Zeit sehr gut getan. Als er vor lauter Schwäche nicht mehr laufen konnte, sind wir mit dem Rollstuhl raus usw. Es gab Zeiten, an denen er nicht mal mehr seinen eigenen Speichel schlucken konnte vor lauter Schmerzen und dann gab es Zeiten, an denen er auch ein ganz normaler Teenager war und fröhlich sein konnte. Die Bestrahlung wurde in Heidelberg durchgeführt und dadurch waren er und seine Mutter „gezwungen“ 10 Wochen im Klinikum Heidelberg ein Zuhause zu finden und dort zu bleiben. Auf dem Areal des Klinikums besteht die Möglichkeit für betroffene Familien kleine Wohnungen zu mieten. Der Vater von Giancarlo und Alessandro sein Bruder, fuhren fast an jedem Wochenende nach Heidelberg. Wir haben viel über Skype mit ihnen gesprochen, was auch die Langezeit und das Heimweh ein wenig gelindert haben. Wir haben sie besucht dort und haben neben dem Klinikgelände z.B. einen Tierpark besucht, der wunderschön ist. Ausflüge nach Heidelberg hat Giancarlo mit dem Rollstuhl gemacht, und wenn er selber laufen mochte, hat sich sein Bruder oder eine meiner Töchter hinein gesetzt und unter viel Gelächter ging es dann durch die Fussgängerpassage Heidelbergs. An die Mütze und sein „anderes“ Aussehen hat er sich gut gewöhnt in dieser Zeit, er ist aber auch sehr froh, dass er jetzt wieder Haare hat und hat einen grossen Teil seiner Unbeschwertheit und seiner Lebendigkeit zurück gewonnen.

Heute geht es Giancarlo sehr gut. Er geht zur Schule und hat einen klaren Berufswunsch: er will Lehrer für Kunst werden an Höheren Fachschulen. Er hat also noch eine langen Weg vor sich, was die Ausbildung betrifft. Giancarlo hat auch psychologische Hilfe in Anspruch genommen und dies war oder ist immer noch eine sehr grosse Hilfe für ihn, wieder in den normalen Alltag zurück zu finden.
Für viele Aussenstehende ist es manchmal so, dass nach Therapieabschluss das Leben einfach wieder „normal“ weiter geht. Für Betroffenen ist dies so, dass die Verarbeitung ja erst nach Abschluss geschehen kann und manchmal noch viel später. Die Belastbarkeit ist anders und vieles hat sich im Inneren geändert.

Ich danke Frau Walker-Miano für das bereichernde Interview.

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Mein Fazit: Ein gutes Buch, um es mit Jugendlichen zu lesen. Die Texte sind kurz, die Bilder klar – eben Comic-Style. Das Buch ist zweigeteilt. Zuerst kommt die Geschichte mit kurzen Texten und Zeichnungen von Giancarlo, danach folgt ein Wissensteil, in dem viele Begriffe rund um eine Krebserkrankung klar und verständlich für junge Menschen erklärt werden.

Wenn ich keine Haare habe, trage ich eine Mütze
Die Geschichte eines an Krebs erkrankten Teenagers
Caroline Walker Miano
Novum-Verlag

Format: 18 x 27 cm
Seitenanzahl: 44
ISBN: 978-3-903067-11-0
Erscheinungsdatum: 30.06.2015
geeignet ab 11 Jahre

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Ihre
Margarete Rosen

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Auf der Insel Texel und im Städtchen Hilden finden besondere Fahrrad-Touren für Senioren und Menschen mit Behinderung statt.

Diese Fahrrad-Touren bieten besonderes Urlaubsvergnügen für Senioren und Menschen mit Behinderung. Das Bewegen unter freiem Himmel ist ganz unkompliziert wieder möglich. Gleich zwei besondere Alternativen möchte ich Ihnen heute vorstellen.

1. Easy Riding Texel, unbegrenzt genießen!

So wird Fahrrad fahren zum Urlaubserlebnis, Foto: Easy Riding Texel
So wird Fahrrad fahren zum Urlaubserlebnis, Foto: Easy Riding Texel

Den Urlaub nutzen viele, um mit dem Fahrrad die Ferienregion zu erkunden. Aus den Niederlanden habe ich immer viele Fahrrad fahrende Menschen vor Augen. Dort wurden schon früh gute Wege angelegt, so ist das Fahrradfahren noch attrakiver. Spezielle Fahrräder für Menschen mit Behinderungen werden vielerorts eingesetzt.

Beim Surfen im Internet nach einer schönen Urlaubsgegend, Strand und Meer sollten es diesmal sein, stieß ich auf die Webseite der Insel Texel. Hier preist man nicht nur die schöne Insel an, sondern auch das Dreihrad für Erwachsene. Die Firma Easy Riding Texel vermietet neben normalen Fahrrädern Tandems oder Fahrräder mit Antrieb und sogar einen Dreiradscooter. Diese speziellen Räder eignen sich hervorragend, um zusammen mit Senioren und Menschen mit Handycap eine Radtour zu veranstalten.

2. Begleitete Radfahrten in Hilden

Begleitetes Radfahren Foto: mit freundlicher Genehmigung von Anna Appelbaum
Begleitetes Radfahren
Foto: Anna Appelbaum

Eine ähnliche Idee – Fahrradfahrten für Senioren oder Menschen mit einem Handycap – hatten 2010 Wolfgang und Anna Appelbaum. 2011 setzten sie diese Idee in die Praxis um und gründeten ihr Unternehmen „Begleitete Radfahrten„. Sie fahren selbst und begleiten so Menschen, die zum Teil schon über einen längeren Zeitraum nicht mehr mobil waren, auf herrliche Touren durch die schöne Gegend rund um das idyllische Städtchen Hilden.

Mit der niederländischen Herstellerfirma Van Raam, dem deutschen Hersteller Hase Bikes und dem dänischen Hersteller PF Mobility fanden sie kompetente Partner mit großem Knowhow im Bereich Spezialradbau für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Seit 2016 können Sie diese Spezial-Fahrräder auch bei Wolfgang Appelbaum erwerben. Er berät Sie gerne bei Fragen rund um den Kauf eines für Sie geeigneten Fahrrades und gibt Tipps aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz.

Sie sagen selbst:

Unser Ziel ist Freude, Lebensqualität und Teilhabe für alle – mit einem Wort: gelebte Inklusion.

Hier gehts zum Film: BEGLEITETES RADFAHREN, GemeinsamGanzNormal. Dieses Projekt der heilpädagogischen Hilfen des Landschaftsverbandes Rheinland wird finanziell durch den Förderverein der HPH-Freunde unterstützt und gemeinsam mit Wolfgang und Anna Appelbaum umgesetzt.

Appelbaum – Begleitete Radfahrten haben schon diverse Preise für ihre Unternehmensidee erhalten. Auch sind beide Appelbaums sehr an Weiterbildungen interessiert. Der Umgang mit Senioren und Behinderten benötigt eine besondere Sensibilität. So haben sie im Rahmen der Qualifizierung „Radfahren für und mit Menschen mit Demenz“ an einer Ausbildung zum Radtourenleiter teilgenommen.

Und was mich besonders freut: Anna Appelbaum absolvierte die Ausbildung zum Therapeutic Touch Practitioner und die spezielle Weiterbildung Beyond the Basics: Ruhe und Unruhe – ADHS, Demenz und mehr bei mir. Anna wendet Therapeutic Touch bei Ihrer Arbeit gerne an.

Im September sehen wir uns in Hilden wieder. In Zusammenarbeit mit der Demenzbegleiterin Ulrike Clausen findet dort zum zweiten Mal ein Therapeutic Touch Grundkurs statt. Interessierte können sich noch anmelden.

Gibt es in Ihrer Nähe auch Begleitetes Radfahren oder haben Sie selbst damit Erfahrung? Berichten Sie uns davon.

Ihre
Margarete Rosen

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